Spass über Zoom

Achim Gölles, Freikirche Döbling

In den letzten Monaten wurden die Treffen unserer Jugendgruppe, wie alles andere, stark durch die aktuellen Umstände eingeschränkt. Wir wollten uns davon allerdings nicht unterkriegen lassen, und haben auf Vorschlag der Jugendlichen vom ersten Samstag an angefangen, uns per Videotelefonat zu verabreden. Dabei stand von Beginn an der Spass im Vordergrund.

Gemeinsames Essen vor der Kamera, kreative Onlinespiele wie „Scribble“ und Gespräche bis teilweise spät in die Nacht, haben an kaum einem der Samstage gefehlt. Dabei war es mir wichtig, von Beginn an nicht zu strikt an einem Ablaufplan festzuhalten, um vor allem Aktuelles, die Gespräche und die Gemeinschaft in den Vordergrund zu stellen.

So hatten wir während unserer Sessions teilweise mehr Besucher als sonst für gewöhnlich in der normalen Jugend, weil sich sogar teilweise Jugendliche aus anderen Bundesländern oder Gemeinden dazu geschalten haben. Lobpreis haben wir ab und zu über Youtubevideos zum Mitsingen gemacht und der Input kam öfter auch von anderen Jugendlichen. Kleingruppengespräche haben wir teilweise per Privatanruf nach dem Programm eingebaut. Nachdem wir an den ersten Samstagen eher Themen wie „Überlebenstipps während der Corona-Krise“ besprochen haben, sind wir dann wieder zu unserer Reise durch die Bibel zurückgekehrt, die wir in diesem Jahr in der Jugend einbauen wollen.

Auch wenn diese Zeit noch nicht ganz vorbei ist, konnten wir durchaus von einigen Vorteilen, wie einer größeren Beteiligung und längeren Gesprächen profitieren, da ja niemand nach dem Programm nach Hause fahren musste. Ich bin überzeugt davon, dass Gott diese Zeit gebraucht, um seine Kirche von innen heraus zu stärken. Und das passiert oft durch Veränderungen im Kleinen oder Stillen.

Achim Gölles – Jugendleiter in der Freikirche Döbling

 

Photo by Achim Gölles