JUGEND UND DIE SCHAMKULTUR

Mario Mijic, Kärnten

In Österreich herrscht eine Schamkultur. Vor allem unter unserer jungen Generation spitzt sich diese durch die Sozialen Medien zu. Wo Menschen mit besonderen Leistungen in den Himmel gehoben werden, spürt man die eigene Wertlosigkeit umso mehr.

Auf diesem Hintergrund wird die Botschaft des Evangeliums, wie sie Epheser 1,3 beschreibt, umso deutlicher: „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns durch ihn mit dem ganzen geistlichen Segen aus der Himmelswelt beschenkt hat.“ Durch Jesus Christi besondere Leistung wird uns ein Wert beigemessen, der den Himmel zu uns holt! Wir erleben, wie sehr uns Gott liebt und um unser „Like“ bemüht ist.

Diese Botschaft wird von unserer jungen Generation besser verstanden, als die Frage nach der Sünde. Denn die eigene Schuld ist ihr bei weitem nicht so sehr bewusst, wie die eigene Scham.

Mit der Scham geht die Angst einher. Man bedenke wie eine Greta Thunberg die junge Generation (weltweit) mit der Angst vor dem Klimawandel in Bewegung setzt. Diese Angst spüre ich auch, wenn ich mich persönlich mit Kindern und Jugendlichen in unseren Gemeinden unterhalte.

Umso mehr Freude und Frieden bewirkt Jesu Überwinden. Nicht von Schuld, sondern von Naturkatastrophen, Kriegen, etc., die für uns ja alle mit der Sünde zusammenhängen, aber von der Jungen Generation getrennt wahrgenommen werden. Natürlich muss dann auch die persönliche Schuldfrage geklärt werden. Aber wo fangen wir an, so dass unsere junge Generation sehen und schmecken kann, wie freundlich der Herr ist?

 

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