Grußbotschaft von

Reinhold Eichinger, Vorsitzender des BEG

 

 

Liebe Geschwister,

wer von uns hätte zu Jahresbeginn gedacht, dass wir einen wochenlangen Hausarrest und sogar ein Versammlungsverbot für unsere Gottesdienste erleben würden? Auch wenn in unseren Reihen die derzeitigen Regierungsmaßnahmen ganz unterschiedlich bewertet werden, wir sind dennoch alle voll davon betroffen.

Im Bankenwesen kennt man den sogenannten „Crashtest“. Diesem harten Test werden Banken unterworfen, um festzustellen, ob die Institution in einer Krisensituation noch handlungsfähig bleibt.

Nach den ersten massiven Einschränkungen war ich neugierig, wie unsere Gemeinden denn nun diese Situation, diesen Crashtest, meistern würden.

Meine Frage dahinter war:

Sind wir bloß ein Sonntagsclub mit hundert Minuten Programmangebot, oder gleichen wir einem lebendigen Organismus der füreinander sieben Tage die Woche da ist?

Ich bin positiv überrascht worden; haben doch innerhalb kürzester Zeit unsere Gemeinden auf digitale Angebote umgestellt. Gottesdienste wurden gestreamt, Hausbibelkreise in Windeseile zu Zoom-Konferenzen umgestaltet, Meetings elektronisch abgewickelt, WhatsApp-Gebetsgruppen gestartet und auch die Anzahl der Telefonate untereinander wurde extrem gesteigert. Sogar ältere Geschwister haben sich erstaunlich rasch in dieser Digitalwelt zurecht gefunden!

Ich selber habe einen neuen Blick dafür bekommen, was für mich Gemeinschaft mit Geschwistern bedeutet! Der Blick füreinander ist gewachsen. Ich freue mich dennoch auf baldige echte Begegnungen!

Diese äußeren Umstände haben uns vielfach zum Guten gedient.

 

Ich nehme an, auch ihr habt jetzt mehr Zeit für innere Sammlung, für Stille, für ein Buch, welches ihr schon lange lesen wolltet. Ich versuche mit meinen Enkelkindern Bibelverse auswendig zu lernen - natürlich über elektronische Medien.

Vor allem auf das Gebet füreinander möchte ich zuletzt hinweisen. Wir haben schließlich auch direkt Betroffene in unseren Reihen,  jede Menge Mediziner und Pflegepersonal, aber bald werden wir auch die wirtschaftlichen Folgen drastisch zu spüren bekommen. Auch in Norditalien oder Spanien sind Tausende unserer Glaubensgeschwister in einer schweren Prüfung, genauso wie unsere Missionare, zum Beispiel die Freislebens in Japan, und andere.

Dennoch: Auch diese Phase ist über Gottes Schreibtisch gegangen! Ich sehe für uns Christen viele Chancen in diesen Tagen der gesellschaftlichen Erschütterung: Wir haben etwas weiterzugeben! Unsere ewige Geborgenheit in Jesus Christus, sein Friede der alles überstrahlt, das brauchen auch unsere Zeitgenossen! Selbstlose Hilfe für andere ist ebenso angesagt.

In Matthias 5 Vers 16 sagt Jesus: So soll euer Licht leuchten vor den Leuten dass sie eure guten Werke sehen und einen Vater im Himmel preisen!“ Nutzen wir diese Chance , seien wir Licht !

In Jesus verbunden, Reinhold Eichinger

 

Photo by Reinhold Eichinger