Warum ist es wichtig Verantwortung beizeiten/rechtzeitig zu übertragen?

Raimund Harta

 

 

Wird Verantwortung nicht übertragen, kann sie nicht empfangen werden

 

Früher hat man öfter den Satz gehört: Kinderund Jugendliche sind die Zukunft der Gemeinde. Ich halte diesen Satz für grundfalsch. Wenn die junge Generation nicht zur Gemeinde von heute gehört, wird sie höchstwahrscheinlich nicht die Gemeinde von morgen bilden. Das bedeutet, dass wir nicht früh genug damit anfangen können, sie sowohl in das Gemeindeleben zu integrieren als auch ihnen Verantwortung zu übertragen.

Unsere Gemeinde in Meidling verfolgt seit etlichen Jahren auf BEG-Ebene die Strategie, junge Leute zu BEG-Veranstaltungen mitzunehmen und/oder zu entsenden. Das beginnt auf regionaler Ebene im Wiener Raum, wo wir nicht nur die Gemeindeleitung, sondern auch andere Mitarbeiter der Gemeinde, auch und gerade im Jugendbereich ermutigen, die regionalen Treffen zu besuchen und sich dort einzubringen. Die Ältesten der Gemeinde sind i.d.R. dort ebenfalls dabei. Auch zur Delegiertenversammlung haben wir oft junge Leute gebeten, als Delegierte der Gemeinde, vorbereitet von der Gemeindeleitung, zu fungieren. Noch jedes Mal haben diese Delegierte dann in der Gemeinde berichtet, wie begeistert und ermutigt sie waren, von dem, was Gott in Österreich und darüber hinaus durch den BEG tut. Für sie hat der BEG nun ein Gesicht. Die Gemeinde übernimmt dabei ggf. die Kosten. Dasselbe gilt für die BEG Leitungskonferenz. Die EG Meidling konnte 2019 die größte Teilnehmergruppe aus dem BEG zur Leitungskonferenz senden. Die Nachwuchsleiter wurden dabei von einem Ältesten begleitet. Die Echos waren durchweg positiv.

Wir denken, dass wir als Gemeindeleitung dafür Sorge tragen müssen, dass die Gemeindeglieder sich mit dem BEG identifizieren können. Dafür muss es Begegnungen und konkrete Erfahrungen geben. Als Leitung müssen wir darauf hinarbeiten.

Mir scheint wichtig, dass die jüngere Generation sich ernst genommen fühlt. Wir müssen ihnen etwas zutrauen, aber sie mit Verantwortung nicht allein lassen, sondern sie begleiten. In der Gemeinde haben wir vor kurzem damit

 

 

 

 

 

begonnen, für zukünftige potenzielle Älteste ein spezielles Gremium zu schaffen, das zu den Besprechungen der Ältesten dazu kommt, um so einen realistischen Eindruck in diese Arbeit zu gewinnen. Ein Mentor begleitet sie dabei.

Wenn wir beizeiten Verantwortung übertragen wird niemand überfordert und kann Gemeinde organisch wachsen.

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